Die stille Anklage getöteter Schwäne
Sogar
Schwäne werden geschossen
Die Jagd auf Vögel hat ihre Folgen: Sogar Schwäne fand man erschossen vor. Ist das wohl nicht ein eindeutiger Beweis, dass die Wenigsten von denen, die eine Waffe tragen, wissen, worauf sie sie richten sollen, oder, was noch schlimme r ist, sie möchten einfach nur „etwas“ treffen. Denn sicher wird niemand behaupten, dass jemand einen Schwan für ein Rebhuhn hält.
2001 war das Jahr mit schlechtem Wetter in unserem Land (Griechenland). Es kamen zum Tierpflegeheim EKPAS über 100 Schwäne zur Pflege. Von diesen waren 40% angeschossen.
Die übrigen waren besonders geschwächt und waren nicht mehr in der Lage, Nahrung zu suchen. Die Zahl der Opfer war jedoch bei weitem größer, die anderen schafften einfach nicht den Weg zu den Tierpflegeheimen.
Wie der Leiter des Tierheims Alkionis mitteilte, müssen die Schwäne, um gefüttert zu werden, aus dem Wasser gehen. Wenn sie jedoch Schüsse hören, bekommen sie Angst und gehen nicht aus dem Wasser, mit der Folge, dass sie schwächer werden und schließlich erkranken. Die Lage wird noch viel schlimmer, wenn es kalt ist. Jedes Jahr werden dann im Evrodelta bis an die Hundert Schwäne an die Flussufer geschwemmt.
(Übersetzung von Teilen der Beilage "Oiko" in der griechischen Tageszeitung "Kathimerini". Die Ausgabe vom 13. September 2003 trug den Titel: "Jagd? Nein, danke!")
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