Neuigkeiten »

Termine 2013

Tag der offenen Stalltür
So. 7. April

Hofführung
So. 5. Mai

Hofführung
So. 2. Juni

Sitemap

Die Jagd in Griechenland

Auf der Insel Tilos ist die Jagd verboten

OikoSeit 8 Jahren jagt in Tilos niemand mehr. Seitdem drehen die Rebhühner auf den Straßen ihre Runden und posieren vor den Kameralinsen der Touristen, die aus benachbarten Inseln kamen, sobald dort die Jagd beginnt, und auf Tilos Zuflucht suchten. Auf der Insel schützen die Einwohner ihren Schatz gut.

"Ende August und das Linienschiff setzt noch weitere Menschen auf Tilos ab. Der September der Melancholie für die anderen Inseln, ist für Tilos ein voller Monat. Die Sommersaison dauert hier bis Ende Oktober an. Und das touristische Treiben fängt schon im März an. Es ist die Jahreszeit, wo die ersten Naturfreunde und Wanderer aus ganz Europa auf den Inselpfaden erscheinen mit ihren typischen dreifüßigen Gestellen und Ferngläsern, um die Vögel zu beobachten - die vielen endemischen Vogelarten, die bereits frei sind von dem Alptraum der Jagd.

Tilos, dass große Nest von 64 Quadratkilometern erlebt gerade glücklich das 8. Jahr ohne Jagd. Die Rebhühner, die große Verlockung für die Jäger, haben vollkommen ihre Scheu verloren und durchqueren die Insel sogar bis zur Hauptstraße der Insel.

Die Photos der stolzen Rambos/Jäger mit ihren Karabinern, gegürtet mit einer Menge getöteter Vögel, die kriegerischen Landungen - sogar mit dem Helikopter kamen die „Adeligen“ des „Sports“ auf die Insel - die Unruhe, der schreckliche Lärm von den Schüssen, sind bereits Vergangenheit. Vergangenheit, es war nämlich der Hauptgrund, der jeden September die Touristen verjagte und die Inselfauna jahrelang plünderte - sogar Ziegen bezahlten sie mit dem Leben.

Als der Bürgermeister von Tilos, der Arzt Tasos Aliferis, als erster das Verbot der Jagd wagte, hatte er nicht nur nicht alle Bewohner von Tilos auf seiner Seite, sondern stieß auch auf heftigen Widerstand.

Im Herbst 2001 jedoch gingen alle zusammen zum Hafen hinunter, um ihn zu sperren, damit kein Jäger mehr seinen Fuß auf die Insel setzt. Allen voran waren die Hotelinhaber. Alle unterschrieben einen Text für das Verbot, sie machten auch eine symbolische Besetzung des Rathauses, sie bildeten eine Bürgerinitiative, und gaben eine Pressekonferenz.

Die strategische Bedeutung dieses Verbots verstand auch der stellvertretende Landwirtschaftsminister Fotis Chatsimichalis, der Oktober 2001, nach den Demonstrationen, den Beschluss des Generalsekretärs der Südägäis über die Öffnung der Insel für die Jagd aufhob."

(Übersetzung von Teilen der Beilage "Oiko" in der griechischen Tageszeitung "Kathimerini". Die Ausgabe vom 13. September 2003 trug den Titel: "Jagd? Nein, danke!" )

Tilos ist mit 63 km2 eine ehr kleine Insel. Dank natürlicher Frischwasser-Quellen auf Tilos, konnten sich 16 verschiedene Biotope entwickeln. Tilos beherbergt mehr als 400 heimische Pflanzenarten und 100 verschiedene Vogelarten. In den EU-Berichten wird Tilos als Heimat für 10% der gesamten Weltpopulation des auf Madagaskar überwinternden Eleonorenfalken geführt.

Anmerkungen:
Im Jahr 2004 versucht die griechischen Tierfreunde mit der EG zu reden um Tilos und weitere Griechische Inseln offiziell zur Jagdfreien Zone zu erklären zu lassen.

Juli 2004:
Der Natur- und Landschaftspark wurde nach verschiedenen Einsprüchen vom Gericht in Rhodos bestätigt (genehmigt).

Mai 2006:
Das bestehende Jagdverbot ist in Gefahr! Die letzte offizielle "Genehmigung" läuft am  22. August 2006 aus. Der für die Ägäis zuständigen Minister Pavlides hat öffentlich angekündigt, dass die Jagd auf Tilos wieder eröffnet werden soll. Das soll auch gegen den Willen der Inselbewohner durchgesetzt werden.

 

Externer Link zur Insel Tilos: http://www.tilos-greece.de/
Externer Link zur Insel Tilos: http://tilos-park.typepad.com/

 

zurück zu Artikel zur Jagd | Artikelübersicht