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Die Jagd auf Haustiere

Pro Jahr über 350.000 von Jägern getötete Haustiere.

Mehr als 350.000 tote Haustiere. Umgebracht aus Lust am töten, für einen perversen Sport. (In Deutschland jedes Jahr)

Sogar Waidgenossen wissen von höheren Abschusszahlen. So rechnete Jäger und Biologe Prof. Dr. Wolfgang Erz, Bonn, die jährlichen Haustiertötungen durch Jäger in Deutschland auf 300.000 Katzen und 35.000 - 45.000 Hunde hoch.

Mit welch grausamen Hass und Beutekonkurrenten-Neid die Jägerschaft gerade unsere Hauskatze verfolgt, belegt der Bericht von Dr. Gisela Hofmann aus den Deutsche Jagdschutzverband (DJV)-Nachrichten 3/85. Sie schreibt u.a.: »Während streunende Katzen in Wald und Flur durch den Jagdschutzberechtigten abgeschossen werden können - jährlich etwa 250.000 - 300.000 - besteht in geschlossenen Ortschaften praktisch keine Möglichkeit, gegen diese Tiere vorzugehen.«

Schleswig-Holsteins Oberjäger Behnke geht sogar noch weiter und erklärt die Katze zur »Geißel der Wildbahn«, die nicht »bejagt, sondern bekämpft« wird. Um Schwierigkeiten mit lästigen Besitzern zu vermeiden, propagiert er das umgehende unauffindbare Entsorgen des Kadavers - das tote Tier gehört seiner Meinung nach sofort »unter die Erde«.

Dass Vocke »wenige Tausend Katzen« und »einige Hundert Hunde« für nicht weiter erwähnenswert hält, dass ihm Tierleid und Kummer der Besitzer völlig egal sind, spricht dafür, dass er nicht realisiert, was modernere Jagdverbände wie z.B. der ÖJV längst wissen: nichts beschleunigt die rasante Talfahrt, auf der sich das Jäger-Image ohnehin befindet, schneller, als ein publik gemachter Fall eines erschossenen oder durch eine Falle getöteten Haustiers.
Was der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) mit seinen Landesverbänden ebenfalls ignoriert, ist die große Anzahl wissenschaftlicher Untersuchungen, aus denen unwiderlegbar hervorgeht, dass Haustiere in der Natur keinesfalls den Schaden anrichten, den ihnen die Jägerschaft unterstellt.

Unter dem Deckmantel eines scheinheiligen Jagdschutzparagraphen (§ 23 Bundesjagdgesetz) handelt es sich bei der legalisierten Haustiertötung durch eine bewaffnete Interessengruppe um die letzte existierende und praktizierte Lynchjustizbefugnis in unserer ansonsten demokratischen Republik.

Dass Bayern keine offizielle »Streckenstatistik« über Haustiere führt, dürfte seinen Grund haben...

Um es noch mal klar zu sagen: Niemand hat das Recht, zum Schutz seines Freizeitvergnügens anderer Leute Eigentum und geliebte Familienmitglieder zu gefährden, verletzen oder gar zu töten. Am allerwenigsten die Mitglieder einer bewaffneten Interessengruppe, die zahlen, um zu töten.

Zitate: Hans Behnke, vom Deutschen Jagdschutz-Verbund für sein gesamtliterarisches Schaffen ausgezeichneter Jäger und Jagdautor

"Einen streuenden Hund gibt es nicht. Ein freilaufender Hund ist ein wildernder Hund."

"Hunde und Katzen sind Geißeln der Wildbahn, denen man unbeirrt den Krieg erklären muss... Sie werden nicht bejagt, sie werden bekämpft!"

Im Lehrbuch "Fallenjagd und Fallenfang" propagiert er die Verwendung von Totschlagfallen zur "Bekämpfung der Katzenplage"

So sieht das dann aus!

Bild einer durch Schlagfalle verletzten Katze (PDF Format ca. 42 kB)

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