Artensterben durch Gülle
Wo vermuten Sie eine größere Artenvielfalt:
In der Stadt oder auf dem Lande?
Auf dem Lande natürlich, da ist schließlich die Welt noch in Ordnung. Falsch
geraten! Die »gute Landluft«, sprich: der Güllegestank, der einem fast den
Atem nimmt, ist alles andere als gut. Sie verrät vielmehr, dass gerade ein
Killer am Werk ist: die Gülle.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Gülle Mikroorganismen vernichtet, Kleinstlebewesen erstickt und somit - wer hätt’s gedacht - Hauptverursacher am Rückgang der Arten ist!
Gülle: Hauptverursacher für Artenschwund
Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe Josepf H. Reichholf hat belegt, was keiner für möglich gehalten hätte: Nicht etwa die Industrie, nicht die Autoabgase, nicht die starke Besiedelung sind Schuld am Artensterben, sondern die Landwirtschaft mit ihrer Gülle. 15 Millionen Rinder, 24 Millionen Schweine werden in Deutschland unter erbärmlichsten Bedingungen gehalten, 110 »Großvieh-Einheiten« pro Quadratkilometer (die landwirtschaftliche Viehhaltung erzeugt dabei nebenbei bemerkt dreimal soviel Abwasser als alle 82 Millionen Menschen in Deutschland).
Massentierhaltung in Deutschland
erzeugt 3x so viel Fäkalien wie 83 Mio. Deutsche
Die Gülle, die diese 15 Millionen Rinder, 24 Millionen Schweine verursachen - was macht man damit? Man kippt sie auf die Felder - und das bleibt nicht ohne Folgen. Der in der Gülle enthaltene Stickstoff wird für die Tier- und Pflanzenarten zum Erstick-Stoff. Das Ergebnis: 350 verschiedene Vogelarten fand der Zoologe auf einem kleinen Park-Areal mitten in München. Hingegen auf dem Lande: »Da sind mittlerweile schon die Spatzen selten geworden...«.
Sie wollen was gegen Artensterben tun?
Werden Sie Vegetarier!
Die Lösung? Man muss an den Anfang der Todeskette gehen und das Übel bei der Wurzel packen: Es ist letztlich das Steak, das Kotelett, der Schweinerücken, den wir auf unseren Tellern haben. Denn ohne Fleischkonsum keine Massentierhaltung. Ohne Massentierhaltung kein Gülle-Abfallproblem. Ohne Gülle-Abfallproblem keine Entsorgung auf die Felder - und schon bliebe die Artenvielfalt erhalten. So einfach ist das! Sie wollen was gegen das Artensterben tun? Werden Sie Vegetarier!
Hauptursachen des Artensterbens
- 78% Landwirtschaft mit ihrer Gülledüngung
- 12% Jagd, Fischerei, direkte Verfolgung von empfindlichen Arten
- <3% Industrie
- <2% Verkehr
- 2 % Bau- und Siedlungstätigkeit
- 3 % andere
(Artikel
http://www.denk-mit.info/naturundtiereumwelt/)
Siehe auch: Kleinlebewesen schützen Bodengefüge
Siehe auch: Gülle killt den Wald
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