Die Hühner haben es bei uns gut
Sie
haben es wirklich gut, unsere Hühner, wenn man an das Leid von Millionen
Legehennen denkt, die in so genannten Fabriken, auf engstem Raum zusammengepfercht,
existieren müssen. Von "leben" kann unter solchen Bedingungen
keine Rede sein.
Die Hühner auf dem Johannishof haben tagsüber völlig freien Ausgang, im gesamten Hofgelände und auf allen Weideflächen. Bevor es dunkel wird, finden sie zurück in ihren gemütlichen Stall, wo sie auf Stangen sitzend die Nacht verbringen.
Eine
Körnermischung mit vielen verschiedenen Getreide- und Samen- Sorten
wird ihnen täglich mit frischem Wasser angeboten. Zur Körperpflege
bevorzugen sie ein Sandbad.
Das Krähen der Hähne ganz in der Frühe und das Gackern der Hennen bei jedem gelegten Ei sind auf dem Johannishof vertraute Laute. Die Hühnerschar lebt mitten unter ihren gefiederten Freunden, den Enten, Tauben, Gänsen und Pfauen.
Die Geschichte von Rogge, dem "unnützen" Hahn
Vorwort
Wie kommt es zu diesem seltsamen Titel? In den Massentierhaltungen der
Industrieländer werden viele ausgebrütete Eier, also die kleinen Küken
kontrolliert. Sind es männliche Küken werden sie im Säuglingsalter von 1 Tag
getötet. Der Grund? Männliche Hühner legen keine Eier. Meist werden die
männlichen Küken einfach vergast oder gar durch den Fleischwolf gedreht. Wir
verzichten hier allerdings auf diese Bilder.
Normalerweise kann ein Huhn viele Jahre alt werden. Je nach Lehrbuch findet man Altersangaben zwischen 20 und 50 Jahren.
Nun zur Geschichte von Rogge
Mein Name ist Rogge. Geschlüpft bin ich am 30. 4. 2008 in einer Brutanstalt
nahe Stuttgart. Gerade einen Tag alt, sollte ich an andere Tiere verfüttert
werden. Jedoch habe ich die Gaskammer, in der täglich hunderttausende Küken
getötet werden, überlebt. In einem "Futtersack" zwischen einigen toten
Hähnchen wurde ich gefunden. Eine Frau wurde auf mich aufmerksam, da in der
Tüte noch „Leben“ war. Sie hat mich gerettet und in ihrer Wohnung
aufgepäppelt. Die ersten 2 Monate bin ich dort aufgewachsen. So lernte ich die
Nähe von fürsorglichen Menschen kennen. Später hat sie dann einen Platz für mich, den
kleinen Hahn, gesucht, der meinen natürlichen Lebensbedingungen entspricht.
Einen geeigneten Platz für mich hat sie auf dem Johannishof gefunden. Inzwischen bin ich ein stattlicher Hahn geworden und lebe seit dem 5. Juni 2008 zusammen mit anderen Hühnern und Hähnen am Gnadenhof bei Heimat für Tiere.
Hier leben die Hühner, Gänse, Tauben, Pfauen, Schwäne und auch die anderen gefiederten Freunde in Freiheit.
Immer
noch bin ich gerne in der Nähe von Menschen. Manches Mal begleite ich diese
ein Stück des Weges über das Gelände des Gnadenhofes. Auch mit anderen
Tieren habe ich bereits Freundschaften geschlossen.
Nachwort
Rogge hat die Grausamkeit, die Millionen von Hähnchen und anderen Tieren jeden Tag erleben, überlebt. Stellvertretend für die vielen geschundenen und gequälten Geschöpfe kann er am Johannishof leben und hat hier eine Heimat gefunden.
zurück zur Homepage | Bilder Übersicht
Bilder: © Heimat für Tiere e.V.