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Das ist Mein Word - Alpha und Omega

Kapitel 24

Jesus verurteilt Grausamkeit - Er heilt Kranke und treibt Teufel aus
Alle Verstöße gegen das Gesetz des Lebens fallen auf den Menschen zurück; Natur und Geschöpfe auf Erden sind Geschenke Gottes zum Wohlergehen der Menschen (1). Erklärung des "verdorrten Armes" (3). Heil und Heilung für den Leib, wenn es gut ist für die Seele (7). Pharisäer gestern und heute - Kampf gegen das wachsende Licht auf der Erde und in den Stätten der Reinigung noch in der Zeit des Friedensreiches - In der Zeitenwende wird das Fundament des Friedensreiches gelegt und nimmt Gestalt an - Mahnung an die Menschen im Friedensreich: Vergesst nicht die Pioniere und den einverleibten Seraph der Weisheit, Meine Prophetin und Botschafterin - Der Kampf hinter der Nebelwand dauert an (8).

Erklärung des "Speisungswunders" (12-13)

1. Als Jesus durch ein Dorf kam, sah Er eine Gruppe von Tagedieben. Diese quälten eine Katze, die sie gefunden hatten, und misshandelten sie in schändlicher Weise. Und Jesus befahl ihnen, dies zu unterlassen, und begann mit ihnen zu schelten; aber sie achteten auf Seine Worte nicht und beschimpften Ihn. (Kap. 24, 1)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

Wer Menschen und Tiere quält und misshandelt, der wird einst Qualen und Misshandlungen am eigenen Leibe erfahren. Das gleiche gilt für die Verfehlungen an den Pflanzen- und Mineralreichen. Denn was als Lebensform in der Materie offenbar ist, das ist auch als Geistsubstanz in der Seele. Wer also gegen das Leben verstößt, der richtet sich selbst, da er einen Teil seines geistigen Erbes belastet. Denn alles, was aus Gott ist, das ist auch als Essenz in der Seele des Menschen.

Erkennet: Die Erde bringt die Nahrung für die Menschen hervor. Menschen bedürfen auch des Obdachs und der Kleidung. Sie können ihre Nahrung, ihr Obdach und ihre Kleidung nicht schaffen wie die Engel im Himmel. Die Erde ist die Lebensträgerin für alles. Sie soll weder geschändet noch ausgebeutet werden. Die Erde und alles, was darauf lebt, Tiere, Pflanzen und Steine, will den Menschen dienen. Voraussetzung ist, dass der Mensch seine Erde an- und aufnimmt, sie also pflegt, denn die Erde ist ein großer lebender Organismus.

Gott, der Ewige, gab den Menschen Tiere und Pflanzen und schenkte ihnen von der Erde Obst, Gemüse und Getreide. Er gab es den Menschen und sprach zu ihnen: "Macht euch die Erde untertan", was in seiner rechten Bedeutung besagt: Achtet und pflegt das Leben aller Lebensformen, und sie werden euch dienen.

Erkennet: Die reinen Lebensformen der Tiere sind von Gott geschaffen, und jede Pflanze gehört zu dem großen Schöpfungspotential Gott, das sich im Evolutionszyklus weiterentwickelt. Somit ist jede Lebensform ein Teil aus dem großen Ganzen.

Es ist dem Menschen von Gott geboten, das Leben zu schätzen und zu lieben und das Gebot "Bete und arbeite" zu halten. Daher ist das Leben der so genannten Tagediebe eine Vergeudung der Tageskräfte. Es sind Menschen, die Gottes Energie stehlen. Wer den Tag nicht nützt, sondern ihn nur benützt, um seine Mitmenschen auszunützen oder um Tiere und Pflanzen zu schänden, der handelt gegen das Gesetz des Lebens.

Menschen, die nur an ihr Wohl denken, werden die Tiere quälen und die Erde ausbeuten und das Leben auf ihr vergiften, weil ihre Gedanken vergiftet sind von Habgier und Neid. Denn die Menschen, die sich selbst nicht kennen, quälen Menschen und Tiere und sind wider die Natur. Sie tun nur das, wozu ihr egoistisches Denken sie drängt. Sie sind selbst Getriebene und wollen deshalb alles, was um sie herum ist, vertreiben, weil sie alles stört, was nicht in ihre Vorstellungen passt. Ihr menschliches Ich macht solche Menschen gleichsam unzurechnungsfähig.

Sie kennen nicht das Gebot der Bitte um Vergebung, des Vergebens und der Wiedergutmachung. Sie rechnen mit ihrem Nächsten ab: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Dabei belasten sie jedoch ihre eigene Seele mit dem, was sie ihrem Nächsten zufügen! Denn was der Mensch seinem Nächsten antut - auch dem Tier, der Pflanze, ja dem gesamten Organismus der Erde -, das fügt er sich selbst zu. So war es und ist es noch in der heutigen, sündhaften Zeit [1989]. Doch ein neues Geschlecht wächst heran und schreitet in das neue Zeitalter, in ein Leben miteinander und mit Gott.

2. Da machte Er eine Peitsche aus geknoteten Schnüren und trieb sie weg und sprach: "Diese Erde, die Mein Vater zu Glück und Fröhlichkeit erschaffen hat, habt ihr zur tiefsten Hölle gemacht durch eure Taten von Gewalt und Grausamkeit." Und sie flohen vor Seinem Angesichte. (Kap. 24, 2)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

Die Peitsche symbolisiert das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wer seine Nächsten und auch seine Übernächsten, die Tiere, missachtet und quält, wer Gewalt und Grausamkeit an Mensch und Tier, an den Pflanzen und Mineralien und an dem weiteren Leben in und auf der Erde verübt, der wird die Wirkungen seiner Ursachen erleben - es sei denn, er tut rechtzeitig Buße.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung wird wie mit einer Peitsche alle die schlagen, die das Leben misshandelt haben und misshandeln - in welcher Form und in welchem Bewusstseinsstand es sich auch zeigt. Die Erde ist den Menschen gegeben, damit sie sich wieder bewusst werden, dass sie Kinder Gottes sind, dass ihr Leben - wie alles Leben - aus Gott ist, damit sie das Leben schätzen und lieben lernen. In welcher Form und in welchem Bewusstseinsstand das Leben dem Menschen begegnet und sich offenbart: In allem ist Gott - das Leben.

Alles Reine möchte selbstlos dienen, so auch die Erde mit ihren Naturreichen. Wer erkennt, dass sein Leben aus Gott ist, und entsprechend lebt, hält Frieden mit allen Geschöpfen, mit allem, was aus Gottes Schoß zur Freude und zum Wohlergehen der Menschen gegeben ist. Gott wünscht friedvolle und fröhliche Kinder. Wer jedoch Gott nicht erkennen und Sein Walten nicht annehmen möchte, der ist gegen Ihn und gegen alles, was aus Seinen Händen den Menschen gegeben ist. Dadurch wird er missmutig, unglücklich, sorgenvoll und krank.

3. Doch einer, noch schlimmer als die anderen, kam zurück und bedrohte Ihn. Und Jesus streckte Seine Hand aus, und des jungen Mannes Arm verdorrte. Und große Furcht kam über alle. Und einer sagte: "Er ist ein Zauberer." (Kap. 24, 3)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

"Und Jesus streckte Seine Hand aus, und des jungen Mannes Arm verdorrte." Dieses Geschehen wurde missverstanden und deshalb in dieser Weise wiedergegeben. Niemals greift ein Mensch, der im Gesetze Gottes lebt, in das Gesetz von Ursache und Wirkung ein, um zu beschleunigen und herbeizuführen, was ein Übeltäter sich selbst für sich verursacht und bestimmt.

Wer Gewalt ausübt, der wird Gleiches oder Ähnliches ernten. Hätte Ich den Arm, wie geschrieben steht, verdorren lassen, so hätte Ich in das Gesetz von Saat und Ernte eingegriffen. Der Vorgang lief nach dem Gesetz von Saat und Ernte ab: Bei der Misshandlung eines Tieres hatte der Übeltäter sich seinen Arm an einem rauhen, harten Gegenstand geschlagen. Das Blut stockte, der Arm wurde blau und hing nun schlaff herunter. Ich streckte Meine Hand aus und wies auf die Wirkung hin, um ihm die Ursache zu erklären. Da die Menschen der damaligen Zeit das Gesetz von Saat und Ernte nur in Form der Worte "Auge um Auge, Zahn um Zahn" kannten und zu alledem auch noch falsch deuteten, so glaubten sie, Ich hätte dies heraufbeschworen und sei ein Zauberer.

In dieser Weise zeigte Ich immer wieder den Menschen, dass sie ernten werden, was sie säen: Wer schlechte Saat in den Acker des Lebens bringt, wird auch eine schlechte Ernte haben, denn die Frucht liegt schon im Samen.

Doch wer seine Fehler rechtzeitig erkennt, bereut und sie nicht mehr begeht, der nimmt das Gesetz Gottes an, und er lernt allmählich, alle Lebensformen zu lieben. Dann empfängt er aus den Gnadenhänden des Ewigen, und seine Seele und sein Leib werden Licht, Heil und Heilung erlangen.

Erkennet: Nicht immer bringt die Saat sofort die Ernte hervor. Was der Mensch in diesem Erdenleben sät, also verursacht - auch an den Tier- und Pflanzenreichen -, das wird er ernten; wenn nicht in diesem Erdendasein, dann in einem künftigen Erdenleben oder als Seele in den Stätten der Reinigung.

Daher lebt jeden Tag bewusst! Denn jeder Tag zeigt jedem Menschen, was an ihm gut und weniger gut ist und was er heute, an diesem Tag, wiedergutmachen kann.

4. Am nächsten Tage kam die Mutter des jungen Mannes zu Jesus und bat Ihn, dass Er seinen Arm wieder heile. Und Jesus sprach zu ihnen von dem Gesetz der Liebe und der Einheit allen Lebens in der einen Familie Gottes. Und Er sprach sodann: "Wie ihr in diesem Leben euren Mitgeschöpfen tut, so wird es euch ergehen im künftigen Leben."

5. Und der junge Mann glaubte und bekannte seine Sünden. Und Jesus streckte Seine Hand aus, und der verdorrte Arm wurde so gesund wie der andere. Und das Volk lobte Gott, dass Er solche Macht einem Menschen gegeben hatte.

6. Als Jesus von dannen zog, siehe, da folgten Ihm zwei Blinde. Sie schrien und sagten: "Herr, Du Sohn Davids, erbarme Dich unser." Und als Er in das Haus gekommen war, kamen die Blinden zu Ihm, und Jesus sprach zu ihnen: "Glaubet ihr, dass Ich dazu fähig Bin?"

7. Und sie sagten zu Ihm: "Ja, Herr." Und Jesus rührte ihre Augen an und sprach: "Euch geschehe nach eurem Glauben." Und alsbald wurden ihre Augen wieder geöffnet. Aber Jesus gebot ihnen streng: "Sehet zu, dass ihr es niemand erzählt." Sie aber, nachdem sie hinausgegangen waren, verbreiteten Seinen Ruhm im ganzen Lande. (Kap. 24, 4-7)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

Wer glaubt, dem wird gegeben!

Heilungen aus dem Geiste des Lebens sind keine Wunder, sondern Gesetzmäßigkeiten.

Gottes Liebe und Gnade stehen Seinen Menschenkindern bei. Der richtige Glaube kommt aus dem Herzen. Menschen mit einem tiefen Glauben bleiben standhaft, was auch immer auf sie zukommt, und sie empfangen das Heil für ihre Seele - denn die Gnade und Hilfe Gottes ergießen sich zuerst in die Seele. Von dort kommt das Heil und die Heilung für den Leib, wenn es gut ist für die Seele, wenn also der Mensch künftig nicht mehr die gleichen Sünden begeht, die zu dem Leid oder der Krankheit des Körpers geführt haben.

"Alsbald" heißt: Die Heilung geschah nicht unmittelbar, sondern nach dem Gebote des Glaubens; denn zuerst gedenke Ich der Seele. In ihr ist das Lebensgesetz, das Gesetz, Gott. Wenn es der Mensch so weit hält, wie es ihm bewusst ist, dann erlangt er das Heil und die Heilung auch im und am Leibe.

Nicht immer wirken sich die Gnadengaben für die Seele in diesem Erdendasein in und an diesem Leibe aus. Sie können auch im Seelenreich - dann, wenn die Seele entkörpert ist - zur Entfaltung kommen oder erst in einer weiteren Einverleibung. Dabei wandelt sich das Gegensätzliche in der Seele allmählich in positive Kraft um, die dann dem Körper zuströmt. Das bedeutet, dass die Seele davon befreit ist und auch der Leib nicht mehr das zu tragen hat, was der Mensch einst verursacht hat.

8. Da nun diese gegangen waren, siehe, da brachten sie zu Ihm einen Menschen, der stumm und von einem Dämon besessen war. Und als der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und das Volk wunderte sich und sagte: "Solches ist noch nie in Israel gesehen worden." Aber die Pharisäer sagten: "Er treibt die Teufel aus durch den Obersten der Teufel." (Kap. 24, 8)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

Als Jesus von Nazareth wirkte Ich dort, wo Mich Mein Vater hinstellte. Vielen Menschen konnte Ich durch die Macht des Vaters Linderung und Heilung bringen und sie auch durch das lebendige Wort zur Erkenntnis führen.

Nicht jedem Menschen, der zu Mir kam, konnte Ich helfen und dienen. Vielen legte Ich die Hand auf, und sie wurden nicht gesund. Auch nicht jede dunkle Kraft, die Ich im Menschen ansprach, wich aus ihm. Denn das Gesetz des Lebens lautet: Nach deinem Glauben wird dir gegeben! Und: Sündige fortan nicht mehr! Weiter sagt das Gesetz des Lebens: Glaube auch dann, wenn du an deinem Leibe noch nicht spürst, was sich schon in der Seele vollzogen hat. Im und am Leibe wird nur das wirksam werden, was der Mensch an Fehlern und Sünden erkennt, bereut, wofür er um Vergebung bittet und vergibt - und was er nicht mehr begeht.

Erkennet: Jeder Mensch, der anders redet, als er denkt, ist ein Pharisäer.

Auch noch heute [1989] verwenden die Pharisäer die gleichen lästerlichen Reden wie damals, als Ich als Jesus von Nazareth über die Erde wandelte, und gießen den gleichen Hohn und Spott aus, um das Volk zu verhetzen. Wer jedoch in das Herz der Menschen hineinzublicken vermag, der erkennt, dass im Grunde jeder Pharisäer ein verängstigter Mensch ist, der ständig darauf bedacht ist, dass sein Lügengebäude nicht ins Wanken gerät. Gerade die Pharisäer und auch die Schriftgelehrten haben schon viel Unwahres in die Welt gesetzt und unter den Menschen verbreitet.

Die verblendeten Pharisäer, die Führer der Völker und viele Kirchenmänner reden unbewusst und zum Teil auch bewusst viel Unwahres. Bewusst reden sie Falsches aus der Furcht, sie könnten ihr Ansehen verlieren. Unbewusst reden sie Falsches, weil sie ihre Empfindungen und Gedanken nicht kontrollieren und ohne Selbsterkenntnis die irdischen Tage vergeuden. Sie bereinigen nicht ihr Fehlverhalten und lassen ihren Aggressionen, die von ihren Ängsten angeheizt werden, freien Lauf.

Die Pharisäer, viele Schriftgelehrte und Kirchenmänner bezichtigen ihre Mitmenschen der Unwahrheit und verurteilen diejenigen, die aus der ewigen Wahrheit reden. Wer falsches Zeugnis wider seinen Nächsten gibt, der fürchtet sich vor der ewigen Wahrheit, die Gott ist.

Viele Pharisäer, die ein geistliches Gewand tragen, sind überzeugt, in Glaubensfragen kompetent zu sein. Sie bezichtigen ihren Nächsten, satanisch oder "des Teufels" zu sein, weil sie selbst mit ihrem Leben und Denken diesem mehr oder weniger dienen. Daher hütet euch vor denen, die ihre Nächsten verwerfen und ihnen Übles nachsagen, denn sie stehen selbst mit dem Üblen im Bunde.

Für die Menschen, die dann im Friedensreiche Jesu Christi leben werden, ist wichtig zu wissen, dass der Kampf der Finsternis gegen das Licht, wie er in der Zeit Meines Erdenlebens als Jesus von Nazareth stattfand, die darauf folgenden Zeiten über andauerte und sich heute [1989] noch einmal steigert.

Alles, was Ich als Jesus von Nazareth erlebt hatte, erlebten in den darauf folgenden Jahrhunderten viele getreue Männer und Frauen. Auch sie wurden verhöhnt, verspottet und verleumdet um der Wahrheit willen. Und doch kamen nach ihrem Leibestode ihre Seelen immer wieder in das Erdenkleid, um das Reich Gottes auf Erden vorzubereiten - und nun [1989] zu gründen und zu erbauen.

Die ersten Schritte in die Lichtzeit wurden - für die Weltmenschen zuerst unsichtbar - durch Werke der Nächstenliebe vollzogen. Im Laufe der Zeiten wurden sodann die Werke Gottes auf Erden mehr und mehr sichtbar. Menschen mit höherem Bewusstsein führten ihre Mitmenschen, ihre Mitgeschwister, auf dem Weg nach Innen zu Mir, dem Christus Gottes. Sie erwarben Grund und Boden und gründeten christliche Einrichtungen, in welchen Menschen die Bergpredigt, das Gesetz Gottes für diese Erde, zu verwirklichen begannen. Immer wieder wurden diese Einrichtungen von den Gegensatzkräften zunichte gemacht.

Was in diesen Kampfzeiten ablief, in denen sich auf der Erde Licht und Finsternis begegneten, das vollzieht sich nun - während ihr in der Lichtzeit auf Erden lebt - noch immer auf den für euch unsichtbaren Stufen in den Stätten der Reinigung. Dort wirken immer noch viele ehemalige Schriftgelehrte, Pharisäer und Kirchenmänner, die sich damals [1989] im Erdenkleid befanden. Sie beeinflussen weiterhin die Seelen der ihnen einst hörigen Menschen, um auch in den Stätten der Reinigung Unfrieden zu stiften.

Die ihr in der Lichtzeit im Reiche Gottes auf Erden lebt, sollt das wissen, was einst auf Erden geschah und sich immer noch in den unteren Seelenreichen, den Ordnungsbereichen, vollzieht. Wenn ihr nach dem Leibestode das Diesseits verlasst und durch die Nebelwand geht, durch welche das physische Auge nicht hindurchzublicken vermag, sollt ihr davon unterrichtet sein. Denn wer - als Seele - wissend um die noch wirksamen Ursachen die Nebelwand durchschreitet, wird dann nicht erschreckt sein und verzagen, sondern gleich zu lehren beginnen und die Seelen, die ihm zugeführt werden, unterweisen, damit diese vom Lichte der Wahrheit erfahren, das schon auf der Erde wohnt: dem Christus Gottes, der Ich Bin.

Alle, die in den nahezu zweitausend Jahren nach Meinem Leben als Jesus von Nazareth für das Reich Gottes gewirkt und gekämpft haben und verfolgt wurden, sind für euch, die ihr im Friedensreiche Jesu Christi lebt, die Pioniere der Neuen Zeit. Großes vollbrachten sie. In den verschiedenen Epochen nach Meinem Erdenleben kamen sie immer wieder in das Erdenkleid und schufen und vergrößerten immer mehr das geistige Potential für das Reich Gottes auf Erden. Zuerst war es ein unsichtbares geistiges Potential, das sich dann ganz allmählich auf der Erde, vor allem in der Atmosphäre, manifestierte. Hin und wieder wurde davon einiges umgesetzt, also sichtbar: dort, wo Menschen begannen, nach der Bergpredigt zu leben und zu arbeiten.

Dann brach die Zeitenwende an, jene Zeitepoche [1989], die das Friedensreich Jesu Christi in allen Einzelheiten enthüllte. Wieder kamen Pioniere auf diese Erde. Sie sind die eingekleideten Geistwesen, die im Auftrage der Erlösung stehen, aus dem Geschlechte David und aus anderen Geschlechtern. Nun [1989] ließen sie das sichtbar werden, was sie in den zurückliegenden Generationen vorbereitet hatten.

Da und dort wurde die große Familie Gottes auf Erden sichtbar. Viele lebten in christlichen Urgemeinden. Das zentrale Urlicht unter ihnen war die Bundgemeinde "Neues Jerusalem", die damals schon für alle entstehenden Urgemeinden und für das werdende Reich Gottes auf Erden die Verantwortung trug. Im lichtstofflichen Friedensreich bildet sie nun als Stadt Jerusalem das Zentrum, von dem aus alle Urgemeinden geführt werden.

Die Urgemeinden im Universellen Leben, die sich noch inmitten der sündhaften Welt gebildet haben, bestanden vor allem aus Menschen des Geistes, die mehr und mehr in Mir, dem Christus, und damit im Gesetze Gottes lebten. Sie schufen die Gemeinschaftseinrichtungen, die sie als Menschen zum Leben benötigten. Sie erwarben und bauten Häuser, in denen sie in Wohngemeinschaften lebten. Sie gründeten Handwerksbetriebe, in denen sie das Gesetz "Bete und arbeite" verwirklichten; gemeinsam gründeten und bauten sie Kliniken, Altenheime, Kindergärten, Schulen, Vater-Mutter-Häuser, Speisehäuser und alles, was sonst noch für die Menschen zum Leben auf dieser Erde notwendig ist.

Unter ihnen gab es weder Vorgesetzte noch Untergebene. Sie alle empfanden sich bewusst als Kinder Gottes; sie bejahten die Sohn- und Tochterschaft in unserem ewigen Vater. Entsprechend ihren Fähigkeiten wirkten sie für das große Ganze, für das Gemeinwohl.

Unter diesen Pionieren für die Neue Zeit in Mir, dem Christus, lebte, wie schon offenbart, eine Frau, der einverleibte Seraph der göttlichen Weisheit. Sie wirkte für Mich als Prophetin und Botschafterin und ging allen als ein leuchtendes Beispiel in der Erfüllung der ewigen Gesetze voran. Durch sie, den inkarnierten Teilstrahl der göttlichen Weisheit, und ihr Geistdual, das Positiv der göttlichen Weisheit, habe Ich die Neue Zeit eingeläutet und eingeleitet. Denn die Liebe und Weisheit wirken im Erlöserwerk und mit ihnen alle Wesen, alle Söhne und Töchter Gottes, die sich zur Aufgabe gemacht haben, das einzubringen, was ihnen von Gott gegeben ist: die Kraft, Liebe und Weisheit, die Ordnung, den Willen, den Ernst, die Geduld und die Barmherzigkeit - für die Neue Zeit.

Alle einverleibten Lichtgestalten wirkten gemäß ihrer geistigen Herkunft, ihren geistigen Mentalitäten, die ihre irdischen Fähigkeiten für das Reich Gottes auf Erden geprägt haben. Diese Pioniere für die Lichtzeit erduldeten ebenfalls Schmach, Hohn und Spott. Auch ihnen wurde viel Übles nachgesagt. Doch sie bemühten sich, in Mir zu leben, und Ich war mit ihnen.

Ich wiederhole und sage euch, die ihr nun in der Neuen Zeit lebt, damit ihr es in eurem Herzen bewahrt: Immer wieder kämpften die Pharisäer, viele Schriftgelehrte und Kirchenmänner der damaligen Zeit [1989], gegen die Pioniere. Durch üble Nachreden hetzten sie das Volk gegen diese auf. Doch, wie es schon zu Meiner Erdenzeit war, so war es auch in dieser Zeitepoche [1989]: Die Wahrheit siegte. Unerschütterlich, was auch immer die Verleumder ihnen angedichtet haben, wirkten sie weiter, um Mir, dem Christus, die Wege in die Lichtzeit zu bereiten. Sie ließen mehr und mehr sichtbar werden, was der Neuen Zeit dient.

Freuet euch, die ihr nun im Frieden lebt - und erfüllt dankbar die Gesetze der Liebe! Gedenkt eurer Brüder und Schwestern, die als Pioniere Mir die Wege in die Neue Zeit bereitet haben und das für euch erwarben, gründeten und erbauten, was sich in der Strahlung immer wieder gewandelt hat für die Lichtzeit - was ihr nun besitzt in Meinem Namen.

Doch vergesst nicht: Hinter der Nebelwand ist noch nicht das Leben in Mir! Dort besteht noch der Kampf zwischen Licht und Finsternis. Die Atmosphäre der Erde jedoch schützt euch vor diesen Kräften, auf dass ihr auf Erden in Frieden leben könnt.

Durch diese Meine Worte sollt ihr erfahren und erkennen, dass die Erlösung noch nicht in allen Bereichen abgeschlossen ist. Viele von euch werden hinter der Nebelwand in den niederen Seelenreichen Ähnliches antreffen wie das, was sich einst auf Erden zugetragen hat - so, wie Ich es für euch hier offenbart habe und wie es in diesem Buch, "Das ist Mein Wort", als Historie niedergeschrieben ist. Es wird für viele von euch wieder gegenwärtig sein, wenn ihr das Erdenkleid abgelegt habt und mit eurem geistigen Körper hinter die Nebelwand tretet. Denn nach eurem Leibestode sollt ihr gewappnet in diese Reiche kommen und mithelfen, auf dass alles, was noch nicht der göttlichen Ordnung entspricht, geordnet wird und alles, was noch gebunden ist, gelöst wird.

9. Und Jesus ging umher in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, predigte das Evangelium vom Reiche Gottes und heilte jegliche Seuche und alle Krankheit im Volke. (Kap. 24, 9)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

Ich heilte viele Seuchen und Krankheiten - jedoch nicht "jegliche Seuche und alle Krankheit" konnte Ich aufheben. Denn viele Menschen dachten nur an ihren Leib. Sie waren nicht bereit, zuerst ihrer Seele zu gedenken. Viele Leidende waren nur darauf bedacht, ihren irdischen Körper zu retten. Wer so dachte, der konnte nicht empfangen. Er erlangte weder Hilfe noch Heilung - weder für seine Seele noch für seinen Körper. Viele zogen deshalb enttäuscht von dannen, weil in und an ihnen nichts geschah. Sie redeten sodann gegen Mich und sprachen gleichzeitig den Pharisäern und Schriftgelehrten nach dem Munde. Auch durch solche Reden Enttäuschter wurden die Pharisäer und viele Schriftgelehrte ermutigt, gegen Mich, den Christus in Jesus, vorzugehen.

10. Aber da Er die Mengen sah, überkam Ihn das Mitleid; denn sie waren träge und verstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. (Kap. 24, 10)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

"Mitleid" bedeutet mitleiden: Ich schaute ihr Leid und ihre Not und litt mit ihnen. Das Leid aus der Barmherzigkeit zu schauen heißt, Erbarmen zu haben und zu helfen, wo Hilfe angebracht ist.

11. Da sprach Er zu Seinen Jüngern: "Die Ernte ist wahrhaft übergroß, aber es sind wenige Arbeiter. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass Er Arbeiter in Seine Ernte sende."

12. Und Seine Jünger brachten Ihm zwei kleine Körbe voll Brot und Früchte und einen Krug voll Wasser. Und Jesus stellte das Brot und die Früchte vor sie hin und auch das Wasser. Und sie aßen und tranken alle und wurden satt.

13. Und sie wunderten sich; denn jeder von ihnen hatte genug und behielt noch etwas übrig, und es waren ihrer doch viertausend. Und sie zogen von dannen und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten. (Kap. 24, 11-13)

Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:

Es waren viele Menschen, nahezu viertausend. Sie alle hörten die Worte des Allmächtigen durch Mich, Jesus. Das Wort Gottes ist Substanz und Kraft. Viele von ihnen nahmen das Wort Gottes als die Speise aus den Himmeln. Sie nahmen sich vor, von diesem Brot und von diesen Früchten täglich mehr zu essen - das heißt ihr Leben Gott, dem Gesetz des Lebens, zu weihen. Dadurch wurden positive Energien freigesetzt.

Einen Teil dieser positiven Energien - die durch den Wunsch und den Willen vieler Anwesenden entstanden, in sich das geistige Brot und die geistigen Früchte täglich mehr und mehr zu verwirklichen - entnahm Ich und verdichtete die geistigen Energien, die dann für die hungrige Menge Brot, Früchte, Wasser und auch Fische waren, die Hauptnahrung jener Menschen. Die Verdichtung der geistigen Energie war eine Lichtmanifestation aus dem Geiste Gottes. Sie enthielt allein das geistige Leben, sowohl im Brot als auch in der Frucht, im Wasser und in den Fischen. Was aus dem Geiste manifestiert wird, ist nicht reine materielle Substanz. Es trägt in sich nicht das irdische Leben und so auch nicht das irdische Wachstum. Manifestierte geistige Substanz kann nicht getötet werden.

Die anwesenden Menschen waren in angehobener Schwingung. Sie sahen die vollen Körbe, die vollen Wassergefäße, sahen das Brot, die Früchte, das Wasser vor sich und nahmen die Gaben des Lebens aus den Körben und Gefäßen - und doch erfolgte alles in und aus ihnen. Sie schöpften diese Gaben aus sich, weil sie hierfür die höheren Energien entwickelt hatten - durch ihren guten Willen, ihr Leben Gott, dem Gesetz, zu weihen und die Kräfte Gottes in sich zu vermehren. Sie waren gesättigt, und ihr Durst war gelöscht.

Weil sich also die Menge in einem angehobenen Bewusstsein befand, konnte Ich, Christus in Jesus, die Lichtmanifestation vornehmen.

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