Das ist Mein Word - Alpha und Omega
Kapitel 75
Das letzte Passahmahl
Werdet reinen Herzens (1-2). Über den Verrat - Toleranz und Verständnis Unwissenden gegenüber (3-6). In der Neuen Zeit des Christus gibt es kein Blutvergießen mehr (7-9). Die gereinigte Erde schenkt in Fülle (10). Leben in Christus führt zum Adel der Seele und zur wahren Freiheit (11-12). Das Gesetz des Lebens, das Liebegebot - Wer seinen Nächsten verachtet, findet nicht zu Christus, zur Wahrheit, in das ewige Sein - Jeder richtet sich selbst (13-16). Das Neue Israel und das Neue Jerusalem (17). Aus allen Völkern und Stämmen verbrüdern sich jene, welche die Werke Gottes tun (18)
1. Am Abend kam Er in das Haus, wo die Zwölf und ihre Begleiter versammelt waren; Petrus, Jakobus, Thomas, Johannes, Simon, Matthäus, Andreas, Nathanael, Jakobus, Thaddäus, Judas und Philippus und ihre Gefährten (und da war auch Judas Ischarioth, der von den Leuten zu den Zwölfen gezählt wurde, bis zu der Zeit, da er sich entlarvte).
2. Und sie waren alle in Kleider von reinem weißen Leinen gekleidet; denn Leinen ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und jeder trug die Farbe seines Stammes. Der Meister aber war gekleidet in Sein rein weißes Gewand ohne Naht oder Makel. (Kap. 75, 1-2)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Als Menschensohn ging Ich von den Menschen. Als der Christus Gottes, ihr Erlöser, der Geist der Wahrheit, Bin Ich wiedergekommen.
Wer in Meinem Namen sammelt, der zerstreut nicht. Nur der zerstreut, der in seinem eigenen Namen sammeln möchte, auch dann, wenn er dazu Meinen Namen gebraucht - und damit mißbraucht.
Werdet die Reinen, dann werdet ihr in allem Gott, das Leben, schauen. Denn der Reine schaut das Reine. Er sieht jedoch auch das Unreine, das es anzusprechen gilt, damit es erkannt und überwunden wird.
Erkennet: Das reine Weiß des Leinens galt in der damaligen Zeit als Symbol der inneren Reinheit. Ich sage euch: Ihr sollt euch nicht nur im Äußeren schmücken und die Reinheit in Gott vorgeben, sondern ihr sollt in eurem Herzen rein werden. Dann werdet ihr auch saubere und lichtere Kleidung tragen. Ist das Herz rein, dann wirkt sich dies auch im Äußeren aus, am Verhalten und an der Kleidung des Menschen, der zu Gott strebt.
3. Und sie begannen darüber zu streiten, wer von ihnen als der Größte gelten sollte, darum sprach Er zu ihnen: "Die Könige der Heiden üben Herrschaft über sie aus, und die da herrschen, werden Wohltäter genannt. Aber ihr sollt nicht so sein. Wer unter euch der Größte ist, soll wie der Jüngste sein, und wer der Erste ist, der soll dienen.
4. Und Jesus sprach: "Mit Sehnsucht habe Ich danach verlangt, dieses Passahmahl mit euch zu begehen, bevor Ich leide, und um das Gedenken Meines Opfers für den Dienst und die Erlösung aller Menschen einzusetzen. Denn siehe, die Stunde kommt, da des Menschen Sohn den Händen der Sünder preisgegeben wird."
5. Und einer der Zwölf fragte Ihn: "Herr, bin ich es?" Und Er antwortete: "Der, dem Ich den Bissen geben werde, der ist es."
6. Und Judas Ischarioth sagte zu Ihm: "Siehe, das ungesäuerte Brot, den gemischten Wein, das Öl und die Kräuter, doch wo ist das Lamm, das Moses befohlen hat?" (Denn Judas hatte das Lamm gekauft; doch Jesus hatte verboten, dass es geschlachtet werde.) (Kap. 75, 3-6)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Menschen verraten Menschen, ihre Nächsten. Gott jedoch verrät nicht Sein Kind. Auch der Mensch, der in Gott lebt, verrät seinen Nächsten nicht. So habe auch Ich als Jesus von Nazareth Judas nicht verraten. Ich sprach allgemein von dem Verräter, der ohne inneres Gebet den ersten Bissen zu sich nimmt.
Weder von den Aposteln noch von den Jüngern wurde angeordnet, ein Lamm zu schlachten. Doch sowohl Mir als auch den Aposteln und Jüngern wurden Teile eines zubereiteten Lammes als Gabe der Liebe gereicht. Unsere Nächsten wollten uns damit beschenken, da sie es nicht besser wussten. Ich segnete die Gabe und begann, das Fleisch zu Mir zu nehmen. Meine Apostel und Jünger taten es Mir gleich. Anschließend stellten sie Mir sinngemäß die Frage: Wir sollen doch vom Fleischverzehr Abstand nehmen. So hast du uns befohlen. Nun hast Du selbst Fleisch verzehrt.
Ich unterwies die Meinen: Der Mensch soll kein Tier mutwillig töten und auch nicht das Fleisch von Tieren verzehren, die zum Fleischverzehr getötet wurden. Doch wenn Menschen, die noch unwissend sind, Fleisch als Nahrung zubereitet haben und es dem Gast zum Geschenk machen und ihm zum Gastmahl reichen, dann sollte der Gast die Gabe nicht ablehnen. Denn es ist ein Unterschied, ob der Mensch aus Gier nach Fleisch dieses verzehrt oder als Dank an den Gastgeber für seine Mühe.
Der Wissende sollte jedoch, wenn es ihm möglich ist und es die äußeren Umstände und die Zeit erlauben, dem Gastgeber allgemeine Hinweise geben, ihn jedoch nicht eines Besseren belehren wollen. Wenn die Zeit reif ist, wird auch der Gastgeber diese allgemeinen Hinweise verstehen.
Zur selbstlosen Liebe gehören in dieser Welt auch Verständnis und Toleranz. Lasst jedem Menschen den freien Willen, ob er eure allgemeinen Hinweise verstehen und annehmen möchte oder nicht. Wenn ihr allezeit selbstlos denkt, sprecht und handelt, dann bleibt ihr in der Liebe, und die Liebe wird euch segnen. Was euch dann als Gabe der Liebe gereicht wird, ist gesegnet.
7. Und Johannes weissagte aus dem Geiste: "Sehet das Lamm Gottes, den guten Hirten, der Sein Leben für Seine Schafe hingibt." Judas war betroffen bei diesen Worten, denn er wusste, dass er Ihn verraten werde. Aber noch einmal fragte Judas: "Meister, steht nicht geschrieben im Gesetze, dass ein Lamm geschlachtet werden müsse für das Passahfest innerhalb der Tore?"
8. Und Jesus antwortete: "Wenn Ich auf das Kreuz gehoben werde, dann wird wahrhaftig das Lamm geschlachtet sein. Wehe aber dem, durch den es in die Hände der Schlächter geliefert wird. Es wäre für ihn besser, er wäre nie geboren.
9. Wahrlich, Ich sage euch, darum Bin Ich in die Welt gekommen, dass Ich abschaffe alle Blutopfer und das Essen des Fleisches der Tiere und Vögel, die von Menschen geschlachtet werden. (Kap. 75, 7-9)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Wer das Leben in Gott liebt, der liebt Gott und ist mit dem Leben aus Gott eins.
Ich kam in diese Welt, um das Evangelium der Liebe, das Gesetz der Himmel, zu lehren und es vorzuleben. Wer das Liebegesetz der Himmel verwirklicht, wird zu einem erfüllten Leben finden.
Das Leben in Gott schließt nicht nur den Nächsten mit ein, sondern auch alle anderen Lebensformen wie Tiere, Pflanzen, Mineralien und Steine, denn alles Sein trägt das Leben, Gott. Wer in der Einheit mit dem Leben ist, der tötet weder mutwillig Tiere, noch zerstört er mutwillig Pflanzen. Er achtet auch das Leben - die Bewusstseinskräfte - der Mineralien und der Steine.
Wer das Leben achtet, der achtet auch seinen Nächsten, weil er sich selbst achtet. Denn in der Seele ist das Leben, Gott, als Substanz und Kraft. Wer seinen Nächsten achtet, der lebt also in Frieden mit allem Sein und mit seinem Nächsten, denn alle Wesen und Menschen sind Kinder des Vater-Mutter-Gottes.
Erkennet: Wer das Liebegesetz verwirklicht, der wandelt sein Denken und Leben. Er verfeinert dadurch seine Sinne und lässt allmählich vom bewussten Töten der Tiere ab, auch vom Schlachten der Tiere, um ihr Fleisch zu verzehren.
Wer auf das Fleisch setzt, der verzehrt auch das Fleisch. Wer auf den Geist setzt, der ernährt sich von dem, was ihm die Erde schenkt, so wie es ehedem war.
Erkennet: Keine Veränderung, ob im Menschen oder in der Welt, geschieht von heute auf morgen. Es ist ein allmählicher Umwandlungsprozess. Wer sich Gott zuwendet, der verändert ganz allmählich sein Denken und Leben und veredelt so seine Sinne, ja seinen ganzen Menschen. Dabei wird er immer mehr von Fleischnahrung Abstand nehmen und wird Frieden mit dem Menschen und den Naturreichen halten.
Im Wandel der Generationen wird es das Blutopfer nicht mehr geben; denn die Menschen erkennen, dass sie damit Gott keine Ehre erweisen und dass ihre selbst erdachten Götter auf ihr Denken und Tun nicht reagieren.
Erkennet: Wer nicht mehr neidet, wer nicht mehr streitet, wer nicht mehr bindet und wer nicht mehr herrschen und der Größte sein möchte, der ist ein Mensch des wahren Friedens.
Solange im Menschen selbst nicht Friede ist, wird es Blutopfer geben - und sei es in den Kriegen und durch Katastrophen. Haben die Menschen zum inneren Frieden gefunden, dann gibt es weder Kriege noch Katastrophen und auch kein Blutvergießen mehr.
Dies alles wird kommen; es wird jedoch noch dauern, denn noch sind nicht alle Ursachen gesühnt und getilgt. Sie kommen als Wirkung auf jene zurück, die sie gesät haben. Doch die Zeit reift heran, in welcher der Friede in die Herzen der Menschen einziehen wird; es ist dann, wenn die Neue Zeit, die Zeit des Christus, mehr und mehr emporsteigt.
Die jetzige Menschheit [1989] lebt in einer großen Zeitenwende von der alten, sündhaften Welt zur Neuen Zeit. Wenn dieser Wandel weitgehend vollzogen ist, werden die Menschen die Gesetze Gottes mehr und mehr erfüllen, und es wird so sein, wie Ich es als Jesus vorausgesagt habe: Es wird e i n e n Hirten geben und e i n e Herde, und die Völker werden e i n Volk sein. Dann ist jegliches Blutopfer abgeschafft und auch das Essen des Fleisches der Tiere.
10. Am Anfange gab Gott allen die Früchte der Bäume und die Saaten und die Kräuter zur Nahrung; doch die, welche sich selbst mehr liebten als Gott oder ihre Nächsten, verdarben ihre Sitten und brachten Krankheiten in ihre Körper und erfüllten die Erde mit Begierden und Grausamkeit. (Kap. 75, 10)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Das Niedere, das Satanische geht zu Ende. Das Leben in und mit Gott wird immer mehr Menschen zum Bedürfnis. Daher wird sich auch die Erde reinigen und die Kinder Gottes so ernähren, wie es zu Beginn des Menschengeschlechtes war: Die Mutter Erde schenkt den Bewohnern der Erde wieder das in Fülle, was diese für den irdischen Körper benötigen. Das ist dann wieder das Reine für die weitgehend reinen Körper.
11. Nicht durch das Vergießen von unschuldigem Blut, sondern durch ein rechtschaffenes Leben werdet ihr den Frieden Gottes finden. Ihr nennt Mich den Christus Gottes, und ihr sprechet wahr; denn Ich Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
12. Gehet diesen Weg, und ihr werdet Gott finden. Suchet die Wahrheit, und die Wahrheit wird euch frei machen. Lebet im Leben, und ihr werdet den Tod nicht sehen. Alle Dinge leben in Gott, und der Geist Gottes erfüllet alle Dinge. (Kap. 75, 11-12)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Rechtschaffenes Leben ist Leben in Gott. Wer rechtschaffen ist, der übervorteilt, verurteilt und richtet seine Nächten nicht. Wer in allen Dingen nach Rechtschaffenheit strebt, der findet auf den Weg der Wahrhaftigkeit. Er ist sich selbst treu in edlen Gedanken, Worten und Werken. Entsprechend seinem Denken und Leben verhält er sich auch zu seinen Mitmenschen: Er wird sie nicht übervorteilen noch verurteilen und richten, weil er sich selbst veredelt hat.
Erkennet: Der Friede und das wahre Christentum kann in diese Welt nur durch Menschen kommen, die ihre Seelen geadelt haben mit der Ziere der Tugend und der Bescheidenheit, mit friedvollen Gedanken, selbstlosen Worten und Taten.
Ich Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer seine Seele zu Mir erhebt, der findet auch zu Mir. Und wer in Mir, der Wahrheit, lebt, der ist frei von äußeren Bindungen und vom Tand dieser Welt. Wer in der Wahrheit lebt, der füllt alle Worte und Dinge mit Leben, weil er selbst vom Geiste Gottes erfüllt ist.
13. Haltet die Gebote. Liebe deinen Gott mit deinem ganzen Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst. Daran hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Und die Summe des Gesetzes ist dies: Tut niemandem, was ihr nicht wollt, das andere euch tun. Tut das anderen, was ihr wollt, das andere euch tun sollen.
14. Gesegnet seien, die dieses Gebot erfüllen; denn Gott ist in allen Geschöpfen offenbar. Alle Geschöpfe leben in Gott, und Gott ist in ihnen verborgen."
15. Und danach tauchte Jesus den Bissen ein, gab ihn Judas Ischarioth und sprach: "Was du tust, das tue bald!" Dieser aber, nachdem er den Bissen empfangen hatte, trat sogleich hinaus. Und es war Nacht.
16. Nachdem Judas Ischarioth hinausgegangen war, sprach Jesus: "Nun ist des Menschen Sohn verherrlicht unter Seinen Zwölfen und Gott ist verherrlicht in Ihm. Und wahrlich, Ich sage euch, die euch aufnehmen, werden Mich aufnehmen, und die Mich aufnehmen, nehmen den Vater auf, der Mich gesandt hat. Und euch, die ihr Mir folget in der geistigen Erneuerung als Meine Auserwählten, werde Ich ein Reich aufrichten, so wie Mir eines errichtet wurde, und ihr, die ihr treu geblieben seid der Wahrheit, werdet sitzen auf zwölf Thronen und die zwölf Stämme Israels richten." (Kap. 75, 13-16)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Wer die Gebote der selbstlosen Liebe erfüllt, dessen Herz ist gefüllt mit Liebe und mit der Weisheit Gottes, mit der Wahrheit, die ewig währt, weil sie das Gesetz des Lebens ist.
Wer das Gebot "Liebe deinen Gott mit deinem ganzen Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst" erfüllt, der lebt im Gesetz Gottes, denn die selbstlose Liebe umfasst alle Kräfte des Alls, von der Ordnung bis zur Barmherzigkeit.
Zu allen Zeiten und in allen Generationen haben die wahren Propheten und alle gerechten Männer und Frauen das Gesetz Gottes erfüllt. Wer das Gesetz Gottes erfüllt, übergibt sich Gott und gibt, was Gottes Wille ist: Liebe und Weisheit.
Wer zum Gesetz der Liebe werden möchte, beachte den ersten Schritt zum Inneren Leben, zur selbstlosen Liebe: "Tut niemandem, was ihr nicht wollt, dass andere euch tun. Tut das anderen, was ihr wollt, dass andere euch tun sollen."
Wer das Gesetz des Lebens, die Liebe, erfüllt, dem ist Gott offenbar in allen Menschen, Tieren, Pflanzen, Mineralien, Steinen und in allen Kräften des Alls. Nichts bleibt dem verborgen, der sich Gott öffnet. Dem jedoch sind die Dinge und die Kräfte des Alls verborgen, der sich wegen seiner Sünde vor Gott verbergen möchte.
Judas nahm den Bissen. Da er nicht aufrichtig gebetet hatte, legte er davon einen Teil zurück und verließ die kleine Schar. Damit zeigte er seine Gesinnung; dann führte er das aus, was er im Sinne hatte.
Was Ich zu der kleinen Schar sprach, das soll euch und allen kommenden Generationen zur Erkenntnis für euer Denken und Leben dienen. Ihr habt damit einen Maßstab zur Erkenntnis eurer geistigen Reife.
Wer seine Mitmenschen abwertet und verurteilt, der hat weder sie noch Mich an- und aufgenommen. Er verwirft und verurteilt damit auch Mich, den Christus Gottes, denn Ich lebe in euren Nächsten. Mit diesem Verhalten kann er auch nicht zur Wahrheit finden, denn Ich, der Christus, Bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer seinen Nächsten verwirft, der verwirft auch Mich. Er kann deshalb auch nicht zum ewigen Vater finden, der durch Mich, den Christus, wirkt.
Und wer nicht in Mir lebt, der ist auch nicht auserwählt - weder für das Reich Gottes auf Erden noch für das ewige Reich, die ewigen Himmel; denn das ewige Sein ist der Vater in Mir. Wer seinen Nächsten verachtet, kennt auch Ihn, den Vater, nicht.
Wer zur Wahrheit gefunden hat, der wird weder richten noch verurteilen.
Das Wort "richten" bedeutet:
Die Stämme Israels werden sich entsprechend ihrem Denken und Tun selbst richten.
Erkennet: Jeder Mensch richtet sich selbst, denn jede unlautere Empfindung, jeder ungesetzmäßige Gedanke, jedes ichbezogene Wort und jede selbstsüchtige Handlung tragen in sich das Gericht. Das Maß, mit dem der Mensch misst, ist sein eigenes Gericht: Es ist seine Selbstsucht in seinem Empfindungen, Gedanken, Worten und Handlungen.
Ich, der Christus Gottes in Jesus, blieb im Vater. So wurde der Vater durch Mich, Christus, verherrlicht.
17. Und einer fragte Ihn: "Herr, willst Du das Königreich Israel wieder aufrichten?" Aber Jesus antwortete: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt, noch sind alle Israel, die sich Israel nennen. (Kap. 75, 17)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
Das Wort "aufrichten" bedeutet: Ich werde das Israel - in der Mitte das Jerusalem - dort aufrichten, wo Menschen Gottes Willen erfüllen. Mein Reich besteht aus Menschen, die Gottes Willen in Mir, dem Christus, tun.
Erkennet: Israel und Jerusalem beziehen sich nicht auf einen bestimmten Ort. Sie sind dort, wo Menschen im Namen des Allerhöchsten wirken und das Gesetz der selbstlosen Liebe erfüllen. Diese werden mit der Liebe und Weisheit Gottes das gründen und aufbauen, was offenbart ist: das Reich Gottes auf Erden, dessen Herrscher Ich, Christus, sein werde.
Das Reich Gottes auf Erden wird nicht dort sein, wo die Ichsucht der halsstarrigen Juden regiert und jener Menschen, die Mich nur dem Wort nach annehmen. Das Neue Israel und das Neue Jerusalem werden diejenigen Menschen gründen und aufbauen, die den Vater und Mich, den Sohn, an- und aufgenommen haben, die also die Gesetze der Liebe und Weisheit Gottes erfüllen. Sie sind es, welche die geistige Erneuerung bringen. Sie stehen in Meinem Auftrag, das zu gründen, aufzubauen und zu vollenden, was offenbart ist: das Reich Gottes, das Friedensreich Jesu Christi auf dieser Erde.
Erkennet: Israel und Jerusalem werden dort sein, wo die Quelle Gottes sprudelt, von der aus die Wahrheit als Strom die ganze Welt durchdringt.
Richten werden sich die Seelen und Menschen, die sich selbst verurteilt haben durch die Nichterfüllung der ewigen Gesetze.
Viele Geistwesen kamen aus dem Heiligtum Gottes ins Erdenkleid. Sie werden den Thron Gottes auf Erden aufrichten und bewahren. Daher werden Israel und Jerusalem dort sein, wo die Quelle Gottes entspringt und am stärksten fließt - fern dem alten Israel. Wenn das alte Israel aufgehoben ist, wird das Neue Israel an der Stelle des alten Israels sein, weil sich durch weltumwälzende Vorgänge und durch die Veränderung der so genannten Erdachse die Erdmassen verlagern.
18. Diejenigen in jedem Volke, die sich nicht durch Grausamkeit besudeln, die Gerechtigkeit üben, die Barmherzigkeit lieben und die Werke Gottes ehren, die Hilfe leisten den Schwachen und Unterdrückten - diese sind das Israel Gottes." (Kap. 75, 18)
Ich, Christus, erkläre, berichtige
und vertiefe das Wort:
Aus allen vier Winden, aus allen Völkern und Stämmen der ganzen Erde sammle Ich die Menschen, die sich nicht mit Grausamkeiten besudelt haben und besudeln, sondern welche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit üben, den Schwachen und Unterdrückten selbstlos helfen und die Werke Gottes tun.
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