Du, das Tier - Du, der Mensch
Wer hat höhere Werte?
Ein Tier greift an - die Ursache liegt im Menschen
Kommt beim Menschen eine Ursache zur Wirkung, so erschnuppert sie der Übernächste, bevor es der Mensch merkt. Entsprechend verhält sich dann auch der Übernächste. Entweder gibt er Signale, die bisher seinem Wesen fremd waren, oder er greift den Menschen an, z.B. wenn dieser ihn in einem Vorleben oder in diesem Erdendasein misshandelt hat.
Folgendes kann dann geschehen: Der Übernächste war bisher immer ein guter Freund. Plötzlich ändert er sein Verhalten und scheint für den Menschen unberechenbar. Der unwissende Mensch schlägt und züchtigt ihn. In Wirklichkeit hat der Übernächste aus der Wirkung das herausgeschnuppert, was ihn betraf - das, was zwischen dem Menschen und dem Übernächsten in einem Vorleben oder in diesem Dasein aufgebaut wurde.
Erteilt der Mensch dem Übernächsten nur Befehle, dann wird dieser zum Befehlsempfänger. Er hat dann auch nicht die Möglichkeit, mit seinem großen Geschwister zu kommunizieren. Dadurch zieht sich der Übernächste innerlich zurück, auch wenn er als Tier das erfüllt, was der Mensch ihm aufzwingt. Im Laufe der Zeit ergeben sich aus diesem ungleichen Verhältnis zwischen Mensch und Tier Spannungen. Kann der Übernächste seine Anlagen nicht leben, dann führt das in ihm zu entsprechenden Diskrepanzen, die sich in der Teilseele des Tieres aufstauen und sich zur gegebenen Zeit entladen - dann, wenn ihm Menschen mit Aggressionen begegnen, ihm Angst einflößen oder ihn in die Enge treiben. Bleibt dieser Stau in der Teilseele, dann kann in einer weiteren Einverleibung das erfolgen, was ich eben kurz erwähnt habe: Das Tier greift plötzlich an.
Wer sein menschliches, niederes Ich pflegt, der ist der Ansicht, jeder müsse ihm gehorchen. Solche Menschen sind verbildet, und sie verbilden auch die Übernächsten, was eine Kommunikation zwischen Mensch und Tier unterbindet.
Wer einen Übernächsten gegen seinen Willen zu etwas gezwungen hat - wie z.B., andere Tiere zu hetzen, zu jagen und zu töten - oder wer Tiere an Ketten legt, der handelt gegen das Naturgesetz. Auf ihn fällt das zurück, was er verursacht hat. Solche und ähnliche Verhaltensweisen speichern sowohl die materiellen Gestirne als auch die Atmosphärische Chronik. Die verbildeten Anlagen der Übernächsten rufen sodann aus diesen gleiche und ähnliche Kräfte ab. Dadurch entsteht der Kreislauf, der immer weitere gegensätzliche Anlagen und Missbildungen hervorruft. Durch diese Kräfte, die immer wieder erneut auf Mensch und Tier einstrahlen, wurden z.B. viele Haus- und Hoftiere, auch Tiere des Waldes, des Feldes und der großen Steppen der Erde, ebenso Tiere der Luft zu Räubern in der Natur.
Meine folgenden Fragen mögen euch zum Nachdenken über euch selbst anregen:
Aus welchem Grund ist ein Übernächster als Mitbewohner bei euch? Hoffentlich nicht zum Zeitvertreib oder zum Spiel - oder gar für die Jagd, um die Tiergeschwister des Feldes und des Waldes zu jagen und zu töten! Wer sich hierfür Tiere hält, der ist selbst gehalten und ist ein Getriebener, der dann auf verschiedene Art und Weise seine Aggressionen und Unzufriedenheiten abreagiert, z.B. auch bei der Jagd, wenn der Jäger mit seinem abgerichteten Übernächsten wieder Übernächste jagt, sie erschießt und dann im Freudentaumel, im »Waidmannsheil« und im »Waidmannsdank«, das erjagte Tier entweder in seine Behausung bringt oder es gleich an einen Schlächter - der Mensch nennt ihn Metzger - verkauft. Aus dem erlegten Tier, dem Kadaver, werden dann Kadaverstücke bereitet, damit er und seinesgleichen, die ebenfalls Tiere jagen oder für das Töten der Tiere sind, ein Kadavermahl halten können.
Das Verlangen nach Fleischgenuss wird auch in jenen Menschen angeregt und gesteigert, die ihre Mitmenschen mit negativen Gedanken, Worten und Werken jagen, hetzen, verleumden, verschmähen und zur gerichtlichen Schlachtbank führen. Solche Menschen kennen nur sich selbst. Sie haben weder zu ihren Mitmenschen noch zu ihren Übernächsten, den Tieren, eine innere Kommunikation. Für den ichbezogenen Menschen ist nur jener Mensch wertvoll und von Bedeutung, der ähnlich denkt und lebt wie er selbst. Wer nicht in das gleiche Horn menschlichen Ichs bläst, der wird von dem eigensüchtigen, ichbezogenen Menschen kaum beachtet - so auch nicht die Übernächsten, die Tiere, die in den Augen des Egoisten minderwertig sind.
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